...und nach einer kleinen Sommerpause geht es weiter mit...

Aufgewachsen mit der traditionellen kubanischen Musik kam Ramón Valle bereits in jungen Jahren mit dem Jazz in Berührung. Sein Trompete spielender Vater führte ihn schon im 
frühen Kindesalter an die Musik von Dizzy Gillespie, Gerry Mulligan und Louis Armstrong heran. Mit dem Musikstudium, das er schon mit sieben Jahren begann, öffnete sich dann für ihn die große Welt der Klassik und des Jazz, von J.S. Bach bis hin zu Thelonious Monk. Mit seiner Übersiedlung nach Europa erweiterte sich sein musikalisches Spektrum nochmals. Durch die Einbeziehung der europäischen Musiktradition gewannen seine Kompositionen und auch sein Pianostil weiter an Klarheit wie auch an Ausdruckskraft und Tiefe. Mit diesem universellen Konzept überwindet er die Grenzen des Jazz wie auch der kubanischen Musik, immer ausgerichtet auf sein Publikum, das er häufig auch zur musikalischen Interaktion animiert. Noch während seiner Studienzeit am Konservatorium in Havanna lernte Ramón Valle den großartigen kubanischen Bassisten Omar Rodriguez Calvo kennen. Gemeinsam feierten 
sie erste große Erfolge in ihrem Heimatland. Heute stehen sie bei den großen Festivals 
wie dem North Sea Jazz oder dem Montreux Festival auf der Bühne. Omar Rodriguez Calvo ist im klassischen Bereich wie auch in der Jazzmusik zuhause. Die Liste seiner prominenten Referenzen reicht von Roy Hargrove und Mike Stern über die NDR Big Band bis zur Klassik Philharmonie Hamburg. Mit Jamie Peet erleben wir beim intermezzo-Konzert einen faszinierenden jungen Drummer aus den Niederlanden. Sein Spektrum reicht vom zeitgenössischen Jazz bis zur Zusammenarbeit mit dem Rapper Pete Philly.

Ramón Valle  (Piano)

Omar Rodriguez Calvo  (Bass)

Jamie Peet  (Schlagzeug)

Über 800.000 Klicks Ihrer You-Tube-Videos und 30.000 Follower auf Facebook brachten die junge französische Sängerin im Jahr 2015 ins Scheinwerferlicht der internationalen Jazzszene.

Dabei hatte Camille Bertault ihre musikalische Arbeit mit einem klassischen Studienabschluss in den Fächern Piano, Gesang und Theater eigentlich eher traditionsbewusst begonnen. Die Liebe zum Jazz führte sie dann aber in eine Fortsetzung des Studiums mit den Fächern Theorie, Komposition und Improvisation.

 

So begann Camille Bertault, Texte auf Jazz Standards zu schreiben und die Improvisationen
der großen amerikanischen Jazzmusiker zu transkribieren und zu singen. Ein Highlight ist ihre Vokalversion von John Coltranes Improvisation auf „Giant Steps“, die allein hunderttausende
von Klicks verzeichnete. Daneben  überrascht sie in gleicher Weise mit ihren wunderbar lyrischen eigenen Jazz-Kompositionen.

 

Mittlerweile war Sunnyside Records auf Camille Bertault aufmerksam geworden und produzierte mit ihr 2016 ihre erste CD „En Vie“, die im Magazin „Jazzthing“ begeistert besprochen wurde. Auch dem führenden amerikanischen Jazz-Magazin „Downbeat“ war der Hype um das junge französische Jazz-Wunder nicht entgangen. Für „Downbeat“ ist die junge Französin „viel mehr als ein Vokal-Artist sondern eine sehr gute Komponistin und eine Sängerin, die sorgfältig den emotionalen Schwerpunkt einer Melodie auslotet“.

 

Diese internationale Aufmerksamkeit blieb nicht ohne Wirkung. Es folgten Einladungen zu internationalen Jazz-Festivals. Bisheriger Karriere-Höhepunkt ist der 2017 geschlossene Vertrag beim Musikriesen Sony Music. Die dort produzierte neue CD wird Anfang 2018 erscheinen und frisch beim intermezzo-Konzert präsentiert.

 

Camille Bertault  (Gesang)

Dan Tepfer  (Piano)

Christophe Minck  (Bass)

Gibt es ein „East meets West 2.0“? Hörte sich dieser Begriff nicht so steril an, Masaa wären dafür die erste Wahl. Abseits der wohlvertrauten Klangautobahn des „Ethno-Jazz“ erkundet
das libanesisch-deutsche Quartett unbekannte Pfade und verwebt Abend- und Morgenland
mit der Raffinesse des Wortes und der Dynamik des Jazz neu.

 

Im Zentrum von Masaa („Abend“) steht Rabih Lahoud: Der studierte Komponist, Pianist und Sänger schöpft aus der Spannung zwischen klassischer europäischer Musik, Jazz und den Traditionen seiner Heimat Libanon. In Deutschland hat er seine Muttersprache neu entdeckt, spiegelt seine Beobachtungen, Träume und Wünsche in tief empfundenen, poetischen Bildern.

Seine leidenschaftliche Stimme trifft auf Marcus Rust, der auf seiner Trompete eine eigene Welt erschafft, genährt aus einheimischen und fremden Kulturen bis nach Indien, mal hymnisch und innig, mal geräuschhaft-expressiv.

 

Aus dem Miteinander von Fremdem und Vertrautem zieht auch Pianist Clemens Pötzsch seinen Nährboden, indem er Masaas Spiel mit eigenwilligen, experimentellen Jazzvokabeln, aber auch mit sanglichen Linien bereichert.

 

Demian Kappenstein begreift sein Schlagwerk als spannendes Laboratorium aus Drums, Zimbeln, Spielzeug, Plastikfolien, Kronkorken und unzähligen weiteren Utensilien.

Masaa sind Träger des Bremer Jazzpreises und Teil des Kulturförderprogramms „NRW Kultur“.

 

Rabih Lahoud  (Gesang)

Marcus Rust  (Trompete)

Clemens Pötzsch  (Piano)

Demian Kappenstein  (Schlagzeug)

Diese junge Frau ist das Internet-Phänomen schlechthin. Was andere im Pop und Mainstream Bereich bereits vorgemacht haben, ist im Jazz beispiellos. Und plötzlich ist sie da, eine echte Musikerin, jung, hübsch, hochtalentiert, deren Internet-Klickzahlen durch die Decke schießen. Kinga Głyk ist mit ihren 20 Jahren nicht nur die einzige Frontfrau einer Jazzband in ihrer Heimat Polen, sondern die derzeit größte Jazz-Sensation auf allen sozialen Netzwerken europaweit.

Eigentlich begann ihre Karriere mit 12 Jahren, als ihr Vater – selbst Schlagzeuger – ihr Talent entdeckte und sie zum Mitglied des Głyk-Familientrios PIK machte. Heute – mit ihrer neuen bei Warner Music erscheinenden dritten Platte „Dream“ und vielen Konzerten im Rücken  – ist die junge Frau ein Star in ihrem Land und brennt darauf, die europäischen Club- und Festivalbühnen zu erobern.

 

Auf dem Programm von „Dream“ stehen überwiegend eigene Kompositionen, darüber
hinaus eine Duo-Version von Głyks Viral-Hit „Tears In Heaven“, außerdem „Teen Town“,
eine Verbeugung vor dem Maestro der Bassgitarre Jaco Pastorius. Es geht viel um Groove,
um Spaß, aber auch darum, über die Musik ein persönliches Verhältnis zu den Hörern aufzubauen: „Musik ist für mich mehr als nur ein Klang. Ich versuche, mit den Menschen
ganz andere Sachen zu teilen als nur das Spielen von langsamen und schnellen Noten.
Denn ich will Songs schreiben, die etwas mitteilen. Musik ist für mich eine große Reise.
Ich mache das, was ich liebe, und es ist wunderbar! Meine Träume erfüllen sich schneller,
als ich es jemals erhofft hatte!“ Nicht zuletzt durch ein Album, dem sie den Titel „Dream“ gegeben hat.

Kinga Głyk  (Bass)

Irek Głyk  (Schlagzeug)

Rafał Stępień  (Piano)

Aus dem Wasser auf das Moped, und die Fahrt geht los. So könnte eine Kurzbeschreibung der jüngsten Geschichte der Bassistin und zweifachen Echo Jazz Preisträgerin Eva Kruse und ihrer aktuellen CD „On the Mo“ lauten. Mit Mo ist das für die schwedischen autofreien Schären-Inseln so charakteristische Lasten-Moped gemeint, mit dem Eva Kruse ihren Kontrabass zum Fähr-Anleger fährt, um von dort aus dann die Reise zu ihren Konzerten in aller Welt anzutreten.

 

Auf musikalische Entdeckungsreise gehen, einen verlässlichen Motor bei sich haben:
On the Mo – On the Go, das Motto, unter dem Eva Kruse die Musik für ihr neues Album komponierte. Wunderschöne Kompositionen, gespielt von der Oboistin Tjadina Wake-Walker sowie dem Saxofonisten Uwe Steinmetz. Wie selbstverständlich mischt Eva Kruse in ihren Kompositionen Elemente aus Jazz, Klassik und Pop, was es nahezu unmöglich macht,
ihre Musik in eine bestimmte Schublade zu zwängen.

Seit Eva Kruse ihren Lebensmittelpunkt nach Schweden verlegt hat, nähert sie sich natürlicherweise auch der schwedischen Musikkultur an. Mit Christian Jormin hat sie einen Pianisten an ihrer Seite, der sie darin mit tiefgründigem Pianospiel perfekt unterstützt.

 

In dem vielfach ausgezeichneten Eric Schaefer (u.a. Echo Jazz 2015) am Schlagzeug, mit dem sie viele Jahre im Trio [em] mit Michael Wollny spielte, hat Eva Kruse ein perfektes Pendant gefunden, um ihre Kompositionen in ihrer Ganzheit ausloten zu können. Energiegeladene Grooves und gleichzeitig sensible Interaktion zeichnet das Zusammenspiel dieser Rhythmusgruppe aus.

 

Eva Kruse – On the Mo – das ist berührende Musik, gepaart mit explosiver Kreativität.
Nach 2015 wurde Eva Kruse auch im Jahr 2017 wieder als beste Bassistin mit dem
Echo Jazz ausgezeichnet.

 

Tjadina Wake-Walker  (Oboe)

Uwe Steinmetz

(Sopran- u. Alt-Saxophon)

Christian Jormin  (Piano)

Eva Kruse  (Bass)

Eric Schaefer  (Schlagzeug)

Mit seinem neuen Sextett stellt der Vibraphonist Volker Heuken seine Portugal-Suite vor.
Seine farbenreichen, lyrischen aber auch energievollen Kompositionen mit Ohrwurm-Potential portraitieren verschiedene Orte, Stimmungen und Emotionen Portugals. Dabei verschmelzen
die Timbres von Klavier und Vibraphon, die Bläser wechseln zwischen Melodie- und Begleitrolle, während Bass und Schlagzeug mit treibenden Grooves und instinktiver Spontanität den warmen, facettenreichen Sound des Ensembles komplettieren.

 

Volker Heuken, geboren 1990 in Leverkusen, startete mit sechs Jahren seine Ausbildung am Schlagzeug an der Musikschule in Leverkusen. Mit 17 Jahren entdeckte er das Vibraphon und den Jazz für sich. Er nahm Jazz-Unterricht bei David Friedman, Matthias Goebel und Mathias Haus. Weitere Workshops ergänzten seine Ausbildung: Tony Lakatos, John Ruocco, Antonio Farao, Jim Snidero, Matt Penman, Eric Alexander.

 

Seit 2011 studiert er Jazz-Mallets an der HfM Nürnberg bei Roland Neffe. Volker Heuken
ist Mitglied des Landesjugendjazzorchesters Bayern sowie des Metropolmusik Vereins Nürnberg und ist Preisträger des Bruno Rother Gedächtnis Wettbewerbs 2014.

 

Er wirkte bei verschiedenen Combos und Bigbands mit, tourte durch Deutschland und spielte in zahlreichen großen Jazzclubs (Jazzstudio Nürnberg, Leerer Beutel Regensburg, BIX Stuttgart, Unterfahrt München, etc.) und war zu Gast bei einigen Jazzfestivals in Deutschland (Jazztage Leverkusen, Jazztage Mainz, Jazzfest Bonn etc.).

 

Julian Bossert  (Saxophon)

Antonia Hausmann  (Posaune)

Volker Heuken  (Vibraphon)

Lukas Grossmann  (Piano)

Alex Bayer  (Bass)

Jan F. Brill  (Schlagzeug)

Die Formation um die Grand Dame des Bossa, Paula Morelenbaum, präsentiert einen fulminanten Mix von erlesenem Jazz mit feinsten brasilianischen Rhythmen.

Im BOSSARENOVA TRIO stehen ihr zwei der renommiertesten Jazzakteure Deutschlands zur Seite, Echo Jazz Preisträger und Trompeter Joo Kraus sowie der Pianist Ralf Schmid. Für das aktuelle Programm wurde BOSSARENOVA mit dem brasilianischen Percussionisten Márcio Tubino zum „Extended Trio“ erweitert.

 

Mehr als 10 Jahre lang war Paula Morelenbaum die Stimme der „Novada Banda“, der Band
des unvergessenen, legendären Antonio Carlos Jobim. In der Folgezeit hat sie sich über eigene Musikprojekte weltweit als führende, authentische Persönlichkeit des Bossa Nova profiliert. Hierzu zählt auch die Zusammenarbeit mit der SWR Big Band, gemeinsam mit Joo Kraus und unter der Gesamtleitung von Ralf Schmid, ihren beiden aktuellen musikalischen Partnern.

 

Nach der Veröffentlichung des unter die Haut gehenden Geniestreichs „Samba Préludio“ präsentiert das BOSSARENOVA TRIO sein einzigartiges Repertoire in den namhaften Clubs
und Sälen Europas, vom Blue Note in Mailand über das Porgy&Bess in Wien bis hin zur
Alten Oper in Frankfurt.

 

Ohne Anbiederung an Zeitgeist oder klassische Formen entsteht im Konzert eine Melange, die als eigenständige Sprache des Extended Trios bezeichnet werden darf. Der Auftritt ist nicht weniger als ein Brückenschlag der Kulturen, der das klassische europäische Lied mit dem Rhythmus Südamerikas in seiner emotionalsten Form vereint. Eine Fusion von Bossa Nova
mit Jazz und Klassik, wie sie bisher noch nie versucht wurde.

 

Paula Morelenbaum  (Gesang)

Joo Kraus  (Trompete)

Ralf Schmid  (Piano)

Márcio Tubino  (Percussion)

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