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...und nach einer kleinen Sommerpause geht es weiter mit...

Wenn Jazzmusiker, insbesondere französische, ein String Trio gründen, steht die Musik Django Reinhardts und seines 1934 mit Stéphane Grappelli gegründeten legendären Quintette du Hot Club de France im Raum. Und so hat Théo Ceccaldi sein aktuelles Projekt „Django“ dem großen Vorbild gewidmet.

Wer aber nun eine Imitation des kammermusikalisch swingenden Gypsy-Jazz erwartet,
wird vom Trio überrascht. Théo Ceccaldi an der Violine, sein Bruder Valentin Ceccaldi am Cello und Gitarrist Guillaume Aknine greifen zwar Motive und Fragmente des großen Gitarristen auf, wandeln sie dann aber in geradezu wilder kreativer Freiheit konsequent in eigene Ideen und Sounds um. Aus der rhythmischen Energie und der grandiosen Melodik des Gypsy-Jazz entwickelt das Trio seine Musik in einen Rausch hinein, der zuweilen auch in einem
Free Jazz Chaos enden kann. Da wird mit viel Chuzpe gespielt, zum Teil mit Mut
zum radikalen Understatement und zur Entschleunigung, um dann wieder dem Drang
zur wilden Raserei nachzugeben. Dies alles ist nachzuhören auf der hoch gelobten
CD „Django“ oder online im ARTE-Konzert live in der Philharmonie de Paris.

Théo Ceccaldi war und ist immer noch ein Grenzgänger in der Musik. Trotz seines jungen
Alters von 35 Jahren hat er bereits seine Spuren in der Klassik und im Jazz hinterlassen,
vom Streichquartett Quatour IXI über seine Mitwirkung im Orchestre National de Jazz bis
zur Zusammenarbeit mit Größen wie Daniel Erdmann, Paolo Fresu, Michel Portal und
Émile Parisien.

Das Jazz Magazine zeichnete Théo Ceccaldi mehrfach aus, 2014 als „Offenbarung des Jahres“ und 2016 als „französischen Musiker des Jahres“. Im Jahr 2017 erhielt er dann die höchste französische Auszeichnung, den „Victoire du Jazz“.

 

 

Théo Ceccaldi  (Violine)

Valentin Ceccaldi  (Cello)

Guillaume Aknine  (Gitarre)

Ein Duo auf Weltniveau erwartet uns an diesem Konzertabend. Der Titel der aktuellen ACT-CD „Harp vs. Harp“ ist dabei weitaus mehr als ein knackiger Slogan. Mit Castaneda und Maret kommen hier zwei Ausnahmetalente zusammen, die beide ihr Instrument neu definiert haben. Ein aufregendes Treffen zweier New Yorker Revolutionäre auf Ohrenhöhe!

Edmar Castaneda, in Kolumbien geboren, hat auf der kolumbianischen „arpa llanera“ wie kein anderer Tradition und Improvisation zu einem aufregenden Mix vereint. Seine Hände zaubern völlig unabhängige polyrhythmische Welten. Harte Bassläufe wie im Funk, intime Melodik schwingen sich zu rasanten Läufen empor, während sich darunter donnernde Figuren aus den tiefen Registern lösen. Bereits als 16-Jähriger in die Jazz-Metropole New York umgesiedelt, wurde er schnell von Paquito D’Rivera entdeckt und gefördert. Das Magazin Downbeat listete ihn bereits 2010 unter den „Rising Stars“, und so ergaben sich schnell weitere Kooperationen mit den Großen des US-Jazz wie John Scofield, Wynton Marsalis und – sehr intensiv - Marcus Miller. Auch für Sting gehört Edmar Castaneda zum festen Team im Studio und auf der Bühne.

Grégoire Maret wurde in Genf geboren, ist aber ebenfalls seit langen Jahren in New Yorks
Szene fest verankert. Wie Castaneda hat auch er eine Vielzahl neuer Ausdrucksmöglichkeiten für sein Instrument, die Mundharmonika, entdeckt und ihm stilistisch neue Pforten geöffnet. Seine Credits reichen von Herbie Hancock über Markus Miller bis zu Cassandra Wilson. Gemeinsam mit Pat Matheny produzierte er das Album „The Way Up“, das 2005
einen Grammy gewann.

Edmar Castaneda hat seine Wurzeln in der kolumbianischen Folklore, Grégoire Maret im Blues. Die gemeinsame Sprache des Jazz macht ein Treffen dieses ungleichen Paares zum einzigartigen Erlebnis.

 

 

Edmar Castaneda  (Harfe)

Grégoire Maret  (Mundharmonika)

Nach dem großen Erfolg seiner „Sternal Symphonic Society“ konzentriert sich der Pianist, Komponist und dreifache Echo-Jazz-Preisträger Sebastian Sternal nun wieder auf das Kleinformat. Das hochkarätig besetzte Trio spielt Jazzmusik, die von der europäischen Klassik ebenso geprägt ist wie von der lebendigen Kraft folkloristischer Musik. Die atmosphärische Dichte der Stücke und die eingängige Melodik wecken dabei häufig auch Assoziationen zur Filmmusik. Bei aller Virtuosität der drei Musiker ist es doch die Interaktion auf der Bühne,
aus der jene magischen Momente entstehen, die Miles Davis so treffend als „moments of truth“ bezeichnet hat.

Sebastian Sternal ist neben seinen drei Echo-Jazz-Preisen u.a. mit dem Neuen Deutschen Jazzpreis, dem WDR-Jazzpreis sowie dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet worden. Er ist Professor für Jazzklavier an der Hochschule für Musik Mainz und lehrt Jazz-Theorie, -Klavier und –Komposition an der Musikhochschule Köln.

Henning Sieverts hat weltweit mit den Großen des Jazz wie Larry Porter und Richie Beirach gearbeitet. Neben dem Echo-Jazz wurde auch er mit dem Neuen Deutschen Jazzpreis ausgezeichnet.

Jonas Burgwinkel, wie seine beiden Mitmusiker Echo-Jazz-Preisträger, ist u.a. beim North Sea Jazz Festival mit dem „Best Soloist Award“ ausgezeichnet worden. Innovativ lässt er klassischen Jazz mit avantgardistischer Improvisation verschmelzen. Als international gefragter Jazzschlagzeuger hat er u.a. mit John Scofield und Lee Konitz gearbeitet. Seit 2011 lehrt er als Professor für Jazzschlagzeug an der Musikhochschule Köln.

 

 

 

Sebastian Sternal  (Klavier)

Henning Sieverts  (Bass)

Jonas Burgwinkel  (Schlagzeug)

Estland, das nördlichste und kleinste der drei baltischen Länder, ist für seine Gesangstradition berühmt, die estnische Chormusik wurde von der UNESCO als Welt-Kulturerbe erfasst.
Aus dieser Tradition entspringt auch die Karriere der jungen charismatischen Pianistin, Songschreiberin und Sängerin Kadri Voorand.

In Estland längst ein Star, mit dem „Estonian Music Award“ geehrt und vom Präsidenten als „Junge Kulturpersönlichkeit des Jahres“ ausgezeichnet, erobert sie nun die Bühnen Europas

und dies mit überwältigendem Erfolg, wie bei ihrem umjubelten Konzert auf dem London
Jazz Festival

.

Mit ihrer Musik bewegt Kadri Voorand sich an der Schnittstelle zwischen Jazz, Pop und Folk. Getragen von Vorbildern wie Joni Mitchell oder Kate Bush hat sie ihren eigenen Stil entwickelt. In ihren ausdruckstarken und phantasievollen Songs verbindet sie ein besonderes Gespür für zeitgenössische Gesangsästhetik mit einem Mix aus elektronischen Effekten, Loops und phänomenalem Scat-Gesang.
Mit Mihkel Mälgand am Bass kann sie sich dabei auf einen großartigen musikalischen Partner stützen, der bereits mit Nils Landgren, Dave Liebman und Kurt Elling gearbeitet hat und mit dem „Danish Jazz Award“ ausgezeichnet wurde.

So trägt die aktuelle, auf dem ACT-Label erschienene CD auch den Titel „KADRI VOORAND in Duo with Mihkel Mälgand“.

 

Kadri Voorand  (Gesang, Klavier)

Mihkel Mälgand  (Bass)

Alt-Saxophonist und Flötist Ben Sluijs ist Belgiens Aushängeschild in Sachen Jazz. Mit mehr als 30 Alben hat er dort in seiner vielfarbigen musikalischen Handschrift Jazzgeschichte geschrieben. Nach klassischer Ausbildung und vier Jahren Jazz-Seminar in Antwerpen bei 
John Ruocco und Steve Houben erhielt er seinen Feinschliff bei David Liebman in den USA. 
Ben Sluijs war und ist gefragter Sideman bei Jazz-Größen wie Philip Catherine, Toots Thielemans und erhielt Einladungen zu den großen Festivals von New York bis Montreal. Sein aktuelles Album „Particles“ wird hoch gelobt. Mit lyrischen Kompositionen, die geradezu schwelgerisch alle Mittel der Dynamik ausreizen, beeindrucken Ben Sluijs und seine Band. Zeitgemäßer und gleichzeitig zeitloser Jazz, der sich intuitiv erschließt und dabei dennoch 
immer wieder neue Feinheiten preisgibt. Für „Particles“ hat Ben Sluijs sein Quartet teilweise umgestaltet. Neben Drummer Dré Pallemaerts, der die Erfahrung aus seiner Zusammenarbeit mit Größen wie Dee Dee Bridgewater, Etta Cameron, John Scofield u.a. einbringt, hat Ben Sluijs sich zwei hoch talentierte „junge Wilde“ ins Boot geholt: Mit dem 29-jährigen Bram De Looze werden wir im intermezzo-Konzert den aufstrebenden belgischen Jazz-Pianisten erleben, der sich zwischen Jazz und zeitgenössischer Musik bewegt. Gerade mal ein Jahr älter ist Lennart Heyndels, Bassist, Komponist und Multi-Instrumentalist 
aus Brüssel. Er bereichert die Musik des Quartetts mit modernem, treibendem Drive und einer souveränen Balance zwischen Komplexität und Klarheit. Auch Lennart Heyndels hat schon die Bühnen der großen Welt erlebt vom Molde Jazz bis zum Vancouver Jazz Festival.

Unbedingt ab 11:50 "Ice Crystal" anhören!

Ben Sluijs  (Alt-Saxophon, Flöte)

Bram De Looze  (Piano)

Lennart Heyndels  (Bass)

Dré Pallemaerts  (Schlagzeug)

Drei Super-Stars des skandinavischen Jazz im  intermezzo-Konzert gemeinsam auf der Bühne!

 

Cæcilie Norby kennt keine musikalischen Grenzen. Sie ist im Jazz, Blues, Soul wie auch im Pop und Rock zuhause. Sie arbeitete mit Größen wie Ray Brown, Mike Stern, John Scofield und Dianne Reeves. Ihr eigenes Debut-Album „Cæcilie Norby“ mit Gastsolist Chick Corea war das erste Album einer Dänin auf dem legendären Blue Note Label. Beim Folgealbum „My Corner of the Sky“ hatte sie schon Musiker wie die Brecker Brothers im Studio und, nicht zu vergessen, den Bassisten Lars Danielsson, der nicht nur ihr Ehemann sondern auch Produzent und Partner fast aller ihrer Projekte wurde.

Lars Danielsson zählt zu den weltweit gefragtesten Bassisten, er wurde mit Auszeichnungen überhäuft. Seinen unverwechselbaren hochkultivierten, warmen und melodischen Sound erkennt man in Sekunden. Seine Musik ist geprägt von seinem einzigartigen Talent für
einfache wie eindringliche Melodien und seinem Gespür für Sounds und Arrangements.

Ulf Wakenius spielte 11 Jahre lang im Quartett des legendären Oscar Peterson. Als Solist und Bandleader hat er selbst hunderte umjubelte Konzerte rund um den Globus gespielt. Auf seinen Aufnahmen zeigt sich der virtuose Gitarrist häufig von seiner ruhigen, melodischen Seite mit Bearbeitungen der Musik von Esbjörn Svensson oder Keith Jarret, aber auch mit oft weltmusikalisch eingefärbten Eigenkompositionen.

 

Auf ihrer aktuellen CD „just the two of us“ (ACT) glänzen Norby & Danielsson als Duo.
Im intermezzo-Konzert erleben wir sie mit ihrem kongenialen Partner Ulf Wakenius.

Ein ganz besonderer Abend für alle Jazz-Freunde!

Cæcilie Norby  (Gesang)

Lars Danielsson  (Bass und Cello)

Ulf Wakenius  (Gitarre)

Hotel Bossa Nova sind musikalische Globetrotter, abenteuerlustige und stets neugierige Grenzgänger des World Jazz, die in die unterschiedlichsten stilistischen Sphären
einzutauchen verstehen. Die vier verstehen sich als Jazz Quartett und heben starre
Genre-Grenzen kunstvoll auf.

 

Neben dem Bossa Nova fließen Samba, Fado und andere Elemente des Latin Jazz, aber auch des Cool Jazz und des klassischen Jazz in ihre aufregenden Kompositionen, in denen die verschiedenen stilistischen Elemente dann auf wundersame Weise miteinander verschmelzen.

 

Die portugiesisch-indische Sängerin Liza da Costa glänzt als strahlendes Energiebündel
und vitale Impulsgeberin der Formation, die mit Tilmann Höhn (Gitarre), Wolfgang Stamm (Schlagzeug, Percussion) und Alexander Sonntag (Kontrabass) über drei improvisationsstarke
und punktgenau miteinander harmonierende Individualisten verfügt.

 

Mit ihrer aktuellen CD „Little Fish“ haben Hotel Bossa Nova eine in jeder Hinsicht überzeugende Produktion vorgelegt. Neben der stilistischen Vielfalt, die vom Samba über komplexe Rhythmen voller Volten und Wendungen bis hin zum melancholischen Fado reicht, bestechen die Songs auch durch humorvolle, poetische Texte.

 

Hotel Bossa Nova gehören sicherlich zu den aufregendsten europäischen Live-Bands. Ein Jazz-World-Music-Fusion-Feuerwerk, Bossamaniacs at their best!

Liza da Costa  (Gesang)

Tilmann Höhn  (Gitarre)

Alexander Sonntag  (Bass)

WolfgangStamm 
(Schlagzeug, Percussion)

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